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Goldene Hochzeit
Peter Meier-Classen: "Goldene Hochzeit"



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Kunstmuseum Basel
Basel besitzt die älteste Kunstsammlung Europas. 1661 erwarb die Stadt die humanistisch geprägte Privatsammlung Basilius Amerbachs (1533 – 1591), das so genannte Amerbach-Kabinett. Basilius’ Vater Bonifacius (*11. Oktober 1495 in Basel; † 24. April 1562 in Basel», ein enger Freund von Erasmus von Rotterdam, hatte während des Bildersturms 1529 viele Werke Holbeins gerettet. Basilius Amerbach repräsentierte die Sammeltendenzen des 16. und 17. Jahrhunderts, es befanden sich in der Sammlung Bilder, Zeichnungen, Stiche, aber auch Münzen und Medaillen, Musikinstrumente und Schmuckstücke.

Basel hat auch die älteste Universität der Schweiz. Sie wurde im Jahre 1460 gegründet. Die Stiftungsurkunde in Form einer päpstlichen Bulle von Papst Pius II. stammt vom 12. November 1459, die Gründungsfeier fand am 4. April 1460 statt. Ursprünglich verfügte die Universität Basel über vier Fakultäten – und zwar jene der Artisten, eine medizinische, eine theologische und eine juristische. Die Artistenfakultät (artes liberales) diente dabei bis 1818 als Grundlage für die drei anderen Studienfächer. Im Laufe der Jahrhunderte kamen grosse Gelehrte in die Stadt, was Basel zu einem Zentrum der früheren Buchdruckerkunst und des Humanismus machte. Die erste Erwähnung der Universitätsbibliothek Basel datiert von 1471. Die Bibliothek, die heute mit über drei Millionen Büchern und Schriften eine der grössten Bibliotheken der Schweiz ist, war in ihren Anfangszeiten recht unbedeutend. Erst durch die Eingliederung von Bücherbeständen aus den durch die Reformation aufgelösten Klöstern und den Aufschwung des humanistischen Buchdrucks in Basel gewann sie an Umfang.

Die Gründung der Basler Universität stand im Zusammenhang mit dem Konzil von Basel (1431-1449), einer der bedeutendsten Synoden im 15. Jahrhundert. Das Konzil wurde von Papst Martin V. einberufen, der 1417 auf dem Konzil von Konstanz gewählt worden war, aber den Primat des Papstes (Papst steht über dem Konzil) vertrat. Nach seinem Willen sollte es sich der Sorge um den Glauben, der Herstellung des Friedens in der Christenheit und Reformen in der Kirche selbst widmen. Die Planung des Konzils datiert auf 1425 zurück, die Teilnehmer wurden für Sommer 1431 nach Basel einberufen, wo das Konzil schließlich am 29. Juli 1431 eröffnet wurde.
Da Papst Martin V. jedoch bereits am 2. Februar 1431 gestorben war und ein großer Wunsch nach Reformen herrschte, setzte sich das Konzil über die Wünsche des neuen Papstes Eugen IV. hinweg und gab sich eine eigene Geschäfts- und Tagesordnung. Dabei setzte sich die Haltung durch, dass ein Konzil über dem Papst stünde (Konziliarismus)..