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Brunnen aus Paris in Zürich

Nymphe von Wallace-Brunnen

Richard Wallace
Sir Richard Wallace



Die Pariser Nymphen auf der Zürcher Bahnhofstrasse

Wallace-Brunnen in Zürich

Sie verkörpern Einfachheit, Güte, Nüchternheit und Nächstenliebe: die vier gusseisernen Nymphen, die seit 1982 die Zürcher Bahnhofstrasse zieren. Aufgestellt wurde der original Pariser-Brunnen als Auftakt zum damaligen Weltkongress der Wasserfachleute in Zürich. Es ist einer dieser grün bemalten öffentlichen Trinkwasserspender, die man am häufigsten in Paris findet, die aber auch ihren Platz in Afrika, in Amerika und auch in Zürich gefunden haben. Einige haben sogar ihre privaten Besitzer gefunden, wie zum Beispiel Brigitte Bardot oder Maurice Chevalier.

Die Brunnen sind nach ihrem Schöpfer, nicht einem Franzosen, sondern einem Engländer, Richard Wallace, benannt. Wallace hat die Brunnen nicht nur entworfen, sondern hat als Mäzen auch dafür gesorgt, dass die Brunnen in Paris in grosser Zahl aufgestellt werden konnten. Die etwa fünfzig Wallace-Brunnen sollten nebst dekorativen Zweck noch eine weitere wichtige Aufgabe erfüllen: durch die deutsche Belagerung 1870/71 war die Wasserversorgung in Paris sehr prekär geworden. Trinkwasser war für die ärmeren Einwohner nicht mehr zu bekommen. Die Wallace-Brunnen spendeten kostenloses Trinkwasser für jedermann.