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Sophie Taeuber-Arp

Sophie Taeuber-Arp wurde am 19. Januar 1889 als fünftes Kind des aus Preussen stammenden Carl Taeuber und der künstlerisch schaffenden Sophie Taeuber-Krüsi in Davos geboren. Nach dem Tod des Vaters, 1891, zog die Mutter mit den Kindern nach Trogen, wo Sophie ihre Jugend verbrachte. In St. Gallen besuchte sie die Kunstgewerbeschule und bildete sich in München und Hamburg künstlerisch weiter. Mit ihrem Mann Hans Arp wirkte sie am Zürcher Cabaret Voltaire mit und gehörte zu den Protagonisten der Dada-Bewegung. Tagsüber unterrichtete sie an der Kunstgewerbeschule und sorgte für den Lebensunterhalt des Paares. Sophie Taeuber-Arp starb am 13. Januar 1943, erst 54jährig, bei einem Unfall im Hause ihres ehemaligen Schülers und bekannten Künstlers Max Bill. Sie gilt als Wegbereiterin der Konkreten Kunst.

"heureuse"
Ein Traum
von Sophie Taeuber-Arp


"Ich träumte die vergangene Nacht, dass ich mich an einem Strande befände. Es war bald der sonnige Badestrand von Ascona, bald die zerklüfteten Felsen des Val Bavone. ich hörte die Stimmen meiner Freunde, die sich entfernten. Ich blieb alleine am Strand und während es zu dunkeln anfing, schrieb mein Zeigefinger, wie geführt, das Wort "heureuse"; in den Sand. Während ich schrieb, sah ich das Wort sich in den Stein eingraben. Ein dumpfes, seufzendes Geräusch liess mich aufschauen. Es war ein Felsblock, der sich loslöste und mich bedrohte. Da ging mir durch den Sinn, dass wenn der Felsen mich nun zerschmettern würde, von mir nur das Wort "heureuse"; übrig bliebe."
Sophie Taeuber-Arp, Trogen
Sophie Taeuber-Arp



Sophie Taeuber-Arp

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