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Maria Pawlowna Romanowa
Maria Pawlowna Romanowa, Grossfürstin von Russland, wurde 1804 durch ihre Heirat mit dem Erbprinzen Carl Friedrich von Sachsen-Weimar auch Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach. Dies nur ein Jahr vor Schillers Tod, dem Ende der Weimerer Klassik.

Unter der Grossfürstin und ihrem Sohn Carl Alexander sowie Schwiegertochter Sophie erlebte die Stadt auf künstlerischer und kultureller Ebene unter anderen mit Liszt, Wagner und Böcklin einen neuen Aufschwung. Es war nach dem klassischen oder „goldenen Zeitalter“ Weimars das „silberne Zeitalter“ der kleinen Stadt.

Maria Pawlowna hatte verfügt, dass über ihrem Grab eine russisch-orthodoxe Kapelle errichtet werden soll. Nun musste einerseits die Grossfürstin als Angehörige der russischen Zarenfamilie auf russischer Erde begraben werden, anderseits musste ihr Grab als Regentin von Sachsen-Weimar-Eisenach in Weimar liegen. Also karrte man etliche Wagenladungen russischer Erde von Sankt Petersburg nach Weimar und schüttete sie auf dem Weimarer Friedhof zu einem Hügel auf. Hier konnte dann die Grabkapelle errichtet werden – unmittelbar neben der Fürstengruft, mit der die Kapelle unterirdisch verbunden ist.

Fürstengruft im Weimar
Die Fürstengruft in Weimar mit den Särgen der Weimarer Fürstenfamilie und den Särgen der Dichterfürsten Schiller und Goethe.




 





Russische Erde auf deutschem Boden


Russisch-Orthodoxe Kapelle in Weimar
Die russisch-orthodoxe Kapelle in Weimar, in welcher die Grossfürstin Maria Pawlowna beigesetzt ist.