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Andri Peer
der bedeutendste rätoromanische Lyriker des 20. Jahrhundert



Andri Peer
(1921 - 1985 ), Schweizer Schriftsteller. Andri Peer ist im Unterengadin geboren.
Er besuchte das Lehrerseminar in Chur und studierte in Zürich und Paris. Er promovierte mit der Dissertation Die Terminologie des Bauernhauses in romanisch Bünden. Er wirkte an der Kantonsschule Winterthur als Lehrer für Französisch und Italienisch seit 1952. Dazu war er Lehrbeauftragter für rätoromanische Sprache und Literatur an der Universität Zürich. Er war Vorstandsmitglied des rätoromanischen und des schweizerischen Schriftstellerverbandes und Präsident des P.E.N.-Clubs der italienischen und der rätoromanischen Schweiz. Peer hat die meisten Werke – darunter auch Kinderbücher – in romanischer Sprache verfasst; sie wurden teilweise ins Deutsche übertragen. Peer schrieb zudem Beiträge für Radio und Fernsehen, und auf zahlreichen Vortragsreisen im In- und Ausland präsentierte er sein Schaffen.


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Erstveröffentlichung eines Briefes von Andri Peer, datiert Winterthur, 20. Dez. 1971


 
Das Engadin (rätoroman. Engiadina, ital. Engadina, abgeleitet vom rätorom. Namen des Flusses Inn: En) ist ein Hochtal im schweizerischen Kanton Graubünden. Es ist eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas und mehr als 80 km lang. Es bildet die obere Talstufe des Inns und wird in das Ober- und das Unterengadin unterschieden. Die beiden Abschnitte des Bergtales werden durch die Punt'Ota (Hohe Brücke) getrennt.

Das Oberengadin (rätorom. Engiadin’Ota) ist von einem ebenen, 1600–1800 m hoch gelegenen Talboden mit Seen geprägt (Engadiner Seenplatte: Silsersee, Silvaplanersee, Lej da Champfèr und St. Moritzersee), von Arven- und Lärchenwäldern, sowie, besonders in den Nebentälern, von Gletschern. Auf Grund der Höhenlage weist die Talsohle hochmontanes bis subalpines Klima auf und ist einer der winterkältesten Landstriche der Alpen. Die Wiesen im Tal werden von nur mäßig steilen Bergflanken eingefasst, über die meist schroffere Schneegipfel aufragen. An den Schattenhängen im Süden erstrecken sich Nadelwälder und darüber Alpweiden; die waagerechte Grenzlinie ist gut erkennbar. Das Oberengadin ist durch den Berninapass mit dem Puschlav und durch den Malojapass mit dem Bergell verbunden. Der nordöstliche Teil des Oberengadins in Richtung Unterengadin heisst La Plaiv.

Das Unterengadin (rätorom. Engiadina Bassa) weist ein deutlich größeres Gefälle auf (von 1610 bis 1019 m). Es ist enger und wilder als das Oberengadin. Der Inn rauscht hier über Felsen und wühlt sich zwischen engen Wänden durch. Die wildeste seiner Schluchten ist die von Finstermünz, wo er das Schweizer Gebiet verlässt.