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Als Freundin Goethes ist sie in die Literaturgeschichte eingegangen: Charlotte Albertine Ernestine Freifrau von Stein, 1742- 1827. Sie war Hofdame der Herzogin Anna Amalia und enge Freundin von Johann Wolfgang von Goethe.

Dass Frau von Stein auch selber dichterisch tätig war und Theaterstücke und Gedichte geschrieben hat, nimmt man kaum zur Kenntnis. Die über zehn Jahre dauernde Freundschaft und Liebe zwischen Goethe und der mit Josias von Stein verheirateten Charlotte war für beide von lebensgeschichtlicher Bedeutung. Sie wurde durch Goethes fluchtartige und nicht kommunizierte Abreise 1786 nach Italien jäh abgebrochen und blieb dies auch nach seiner Rückkehr nach Weimar im Jahr 1788. Die Freundschaft ging im selben Jahr gänzlich in Brüche durch Goethes leidenschaftliches Liebesverhältnis des damals 39jährigen Dichters mit der aus einfachen Verhältnissen stammenden 18jährigen Christiane Vulpius, die 1806 seine Ehefrau wurde.

Charlotte von Stein - Silhouette
Silhouette von Charlotte von Stein




Ob’s Unrecht ist, was ich empfinde…

Goethehaus  am Frauenplan in Weimar
Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar

Ob's unrecht ist, was ich empfinde,
und ob ich büßen muß die mir so liebe Sünde,
will mein Gewissen mir nicht sagen;
vernicht' es Himmel, du!, wenn mich's je könnt anklagen.


Verse von Charlotte von Stein, geschrieben auf die Rückseite eines Briefes von Goethe
Quelledes Gedichtes: Website der Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg

Haus der Charlotte von Stein in Weimar
Wohnhaus von Charlotte von Stein in Weimar.

Kurze Szene aus dem Theaterstück "Dido" von Charlotte von Stein mit Anmerkungen.
Die Szene ist ein Beispiel dafür, wie die Autorin ihre Enttäuschung über den ungetreuen Goethe in den Text einfliessen lässt. Ogon ist ein Dichter, Elissa ist die Freundin von Dido, der Königin von Karthago. Entsprechende Parallelen lassen sich ziehen von Ogon zu Goethe, von Elissa zu Charlotte von Stein und von Dido zur Herzogin Anna Amalia. Diese war eine enge Vertraute von Charlotte und wurde auch von Goethe innig verehrt.