Peter Meier-Classen


Bibliographie:

1965
- Gedichte und Kurzgeschichten in der Zürcher Literaturzeitschrift „Fernen“, 1965

1967
- Gedichte in „Apéro“, politisch-literarische Zeitschrift, Heft 1, Juni 1967
- Gedichte in der Anthologie „Proben junger Dichtung“, Werner Classen Verlag
Zürich/Stuttgart, 1967

1968
- Gedichte in „Apero“ politisch-literarische Zeitschrift, Heft 5, September 1968
- „Alles wie früher“, Erzählung in der Zeitschrift „Schweizer Spiegel“, November 1968
- „Der Horizont ist keine Grenze“, Erzählung, 48 Seiten, Werner Classen Verlag
Zürich/Stuttgart, 1967 (Ins Tschechische übersetzt von Ota Filip)

1970
- „Einzelheiten sind nicht bekannt“, Erzählung, Werner Classen Verlag Zürich/Stuttgart, 1970

1965-1970
- Lesungen an Autorenabenden in Lesegesellschaften und Buchhandlungen, auf dem Zürcher
Bücherschiff und am Schweizer Radio.

2008
- Ein Obolus für drei Seelen, Novelle, 156 Seiten, BoD Norderstedt, 2009, ISBN: 978-3- 8370-7208-2
- Falsches Lächeln, Roman, 168 S., BoD Norderstedt, 2009, ISBN: 978-3-8370-6398-1
- Engelgift und Zuckerwatte, Roman, 168 S., BoD Norderstedt, 2009, ISBN: 978-3-8370- 7438-3

1968
„Der Horizont ist keine Grenze“, Erzählung. Das Buch erzählt die
Geschichte des jungen Martin Bülemann, der den gesellschaftlichen Zwängen und seiner
Perspektivlosigkeit nicht mit Auflehnung und Kampf begegnet, sondern sich ihnen durch
Flucht zu entziehen versucht. Istanbul, Peschawar, Kalkutta… die Welt lockte mit
verheissungsvollen Namen. Die Erzählung fand spontan ein gutes
Echo in der Presse und führte zu verschiedenen Autorenlesungen, unter anderem auf dem
Zürcher Bücherschiff und am Schweizer Radio.

1970
„Einzelheiten sind nicht bekannt“, Erzählung
Die Geschichte des Lehrers Siegfried Bandle, der den zufälligen Wendungen
des Schicksals zu entgehen versucht und sich sein Bett zum dauernden Exil wählt. Er will die
unerklärlichen Ereignisse in seinem Leben von ihrer Zufälligkeit loslösen und sie in eine
logische Folge von Aktionen und Reaktionen eingliedern. Unbekannte Einzelheiten werden
durch Phantasie ersetzt, Lücken werden mit Geschichten überbrückt. Die Frage, wo die
Wirklichkeit aufhöre und wo die Phantasie beginne, ist müssig, denn für Siegfried Bandle ist
das eine mit dem andern vertauschbar. Tatsache und Fiktion durchdringen sich ebenso wie
bitterer Ernst, Ironie und makaberer Scherz.

2008
Ein Obolus für drei Seelen, Novelle
Schwindelanfälle zwingen den noch sehr lebensfreudigen und unternehmungslustigen Anton
Luftig, in ein Altenheim zu ziehen. Dieses steht einsam in einer Waldlichtung an einem toten
Flusslauf der Reuss. Widerstrebend betritt er das Heim, und mit Skepsis begegnet er den
betagten Heimbewohnern. Diese Begegnungen bringen schicksalhafte Ereignisse, die
Jahrzehnte zurückliegen, ans Tageslicht. Längst verlorene und verdrängte Erinnerungen
kehren zurück, abgerissene Schicksalsfäden zeigen ihre offenen Wunden. Unausweichlich
drängen die leidvollen und schuldhaften Verknüpfungen nach einer Lösung. Eine Novelle von
Leidenschaft und Resignation, von hohen Idealen und kurzatmiger Gegenwart, von Flucht
und Ohnmacht, von Leben und Sterben – geschrieben in einer Sprache, die in der
grosszügigen Schilderung ebenso packen ist, wie in der minutiösen Pointierung von Details.

2008
„Falsches Lächeln“, Roman
Dem Roman liegt die historische Tatsache zugrunde, dass der Italiener Vincenzo Peruiggia im
Jahre 1922 die Mona Lisa aus dem Louvre geraubt hatte. Erst zwei Jahre später tauchte sie arg
beschädigt in Florenz wieder auf. Der in der heutigen Gegenwart in Zürich und Florenz
handelnde Roman gibt diesem Ereignis wieder neue Aktualität. Das überraschende und nur
kurzfristige Auftauchen einer zum Verwechseln originalgetreuen Mona Lisa bringt den
Kunst- und Kulturgüterschutz in Paris ebenso in Bewegung wie die Zürcher Kripo. War es
tatsächlich das Original, das damals in Florenz wieder aufgefunden worden war, oder hatte
der Restaurator Castellini, wie später behauptet wurde, das echte Gemälde durch eine
meisterhaft gefertigte Kopie ausgetauscht? Der Roman verwickelt eine Handvoll Menschen in
unerwartete Beziehungen zueinander – in einer kriminalistisch wie psychologisch spannenden
Geschichte um Wahrheit, Leidenschaft und Liebe. Offen bleibt am Ende die beunruhigende
Frage, ob das tägliche Gedränge im Louvre nun wirklich dem echten oder vielleicht nur einem
gefälschten Lächeln gilt…?

2008
„Engelgift und Zuckerwatte“, Roman
Florian Rühmlein, ein knapp vierzigjähriger Staatsangstellter, ist mit sich und der Welt
zufrieden. Bei einem Preisrätsel gewinnt er die Reise seines Lebens: 3 Wochen Guatemala
klopfen den stillen Einzelgänger aus seiner Zufriedenheit heraus und enden mit einer
Strafuntersuchung, einer Verlobung und vielleicht sogar mit einem perfekten Mord. Die Reise
konfrontiert ihn mit einer verlorenen Liebe, mit verhängnisvollen Versuchungen und mit
Menschen, die alles daran setzen, ihre Lebensträume wahr zu machen. Leben zeigt sich in
allen seinen Facetten als verbissene oder vermiedene, als gelungene oder aus misslungene
Suche nach dem Glück. Exotischer Reiz und kleinbürgerliche Biederkeit, Tragik und Komik,
Ernst und Schalk gehen in diesem Roman Hand in Hand.

2012
"Kalte Sofie" bisher unveröffentlichter Roman.

Biografische Daten:
Geboren 1945 in Zürich
Reiseberichte und Buchrezensionen in div. Schweizer Zeitungen
Werbekonzepter und Werbetexter
Studium der Psychologie und Psychotherapie
bis 2013 Psychotherapeut und Studienberater in eigener Praxis in Zürich
verheiratet, 2 erwachsene Kinder